Gute Materialien sind wichtig. Doch ob ein Angebot zu einer beflügelnden Erfahrung wird, hängt noch von vielen Dingen ab. Hier stellen wir einige davon vor.
Ganz wichtig!
Durch die Erfahrungen sexualisierter Gewalt, die leider auch in Kirche geschehen ist und geschieht, gibt es inzwischen in fast allen Kirchengemeinden sogenannte „Schutzkonzepte“ – Maßnahmenpakete, die der Prävention und Intervention dienen, um Menschen vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Bevor man ein Gesprächsangebot macht, ist es wichtig, das örtliche Schutzkonzept zu kennen, um sensibel für dieses Thema zu sein und die spezifischen Gefährdungen im Blick zu haben.
Safer Spaces* sind Orte, an denen Menschen sich sicher fühlen können. Zu den Regeln eines „Safer Space“ gehört, dass man sich in einem geschützten Raum austauschen kann und dass keine verletzenden, diskriminierenden oder angstmachenden Äußerungen getätigt werden. All dies gilt auch für Glaubenskurse und andere Gesprächsangebote. Ein besonderer Fokus liegt hier auf Regeln wie: Jede und jeder kann sich ohne Angst vor Zurückweisung oder Abwertung einbringen.
Gerade wenn Menschen erste Schritte im Glauben gehen, ist es wichtig, dass sie alle Fragen stellen können, die sie haben. Und dass sie neue Rituale oder Ansichten erproben können, ohne Angst haben zu müssen, etwas Falsches zu sagen oder zu tun. Sätze wie: „Wer das nicht glaubt, ist hier nicht richtig!“ oder „Wir haben uns hier geeinigt, diese Dinge nicht in Frage zu stellen.“ verkennen den Sinn von offenen Gesprächsangeboten und Glaubenskursen und führen zu einer Atmosphäre der Abwertung einzelner.
*Wir benutzen den Begriff „Safer Spaces“ im Gegensatz zu „Safe Spaces“, um anzuerkennen, dass es keine komplett sicheren Räume gibt. Hier wird der Wunsch ausgedrückt, eine Atmosphäre höchstmöglicher Sicherheit zu schaffen, in dem Wissen, damit immer auf einem Weg zu sein.
Basisinfos
Diese Website versammelt unterschiedliche Konzepte: Manche finden an einem Abend statt, manche dauern mehrere Wochen; einige sind eher verkopft, andere eher erfahrungsorientiert; einige wollen vor allem biblische Inhalte vermitteln, andere knüpfen an die Lebenswelt der Menschen an; einige nutzen Gemeindehäuser als Treffpunkt, andere suchen sich ganz bewusst „Dritte Orte“ aus (eine Kneipe, ein Feuerwehrgerätehaus oder ein Schwimmbad), um dort thematisch arbeiten zu können.
Das Schöne ist: Unsere Gesellschaft wird immer diverser … und ein Angebot, das für eine bestimmte Zielgruppe perfekt passt, ist für eine andere eher ungeeignet. Deshalb laden wir ein, mit Hilfe unseres Chatbots herauszufinden, womit ihr in eurer Region den Suchenden etwas Gutes tun könnt.
Du hast Lust, loszulegen? Das ist super! Hier ein paar kleine Tipps, die bei der Kommunikation helfen: Es ist immer gut, im Vorfeld mit der Gemeindeleitung zu sprechen und dir von ihr das Okay geben zu lassen – und im besten Fall noch Rückenwind in Form von Räumen, die zur Verfügung gestellt werden, Finanzen, Unterstützer:innen etc. Wenn du das geklärt und ein Team gefunden hast, besprecht ihr, wie es weitergeht. Zeit und Ort müssen festgelegt und die Frage geklärt werden, ob es eine Anmeldung braucht.
Wir empfehlen euch, die inhaltlichen Artikel auf dieser Seite zu lesen, die euch wichtig erscheinen, um nichts zu vergessen und euch gut auf das Abenteuer vorzubereiten. Dann kann es losgehen mit der Werbung und mit eurem Projekt! Die Angebote auf dieser Website sind übrigens auch in der Vorbereitung sehr unterschiedlich: Einige liefern gleich ganz praktische Vorbereitungshilfen für die Aktiven mit – bei anderen lohnt es sich, selbst vorher schon mal in die Materialien reinzuschauen.
Überraschung oder Planung? Also: Sollen sich die Leute vorher unter einer E-Mail-Adresse anmelden oder warten wir einfach ab, wer kommt? Nun, das ist einerseits eine Typfrage (es gibt eben die Planer:innen und die Spontis), aber vielleicht auch abhängig von dem, was ihr vorhabt. Solltet Ihr begrenzte Raum- oder Mitarbeitenden-Kapazitäten haben, könnte es gut sein, um Anmeldung zu bitten. Beim Thema Essensplanung könnt ihr entspannter sein und einfach das teilen, was da ist – oder am Ende jedem und jeder ein „Doggybag“ mitgeben.
Bedenkt, dass die Hürde, zu kommen, größer ist, wenn man sich anmelden muss, dass es aber in einer Zeit, in der Menschen sich gerne kurzfristig entscheiden, gut sein kann, wenn ich mich durch eine Anmeldung auch ein bisschen verantwortlich fühle, dann auch zu kommen.
Die Frage „Wer wird da wohl kommen?“ ist immer spannend, wenn man ein Gesprächsangebot im Gemeindebrief, auf Instagram (oder wo auch immer) veröffentlicht. Manchmal ist die Enttäuschung dann groß, wenn „nur“ die „üblichen Verdächtigen“ in der Runde sitzen: „Wir wollten doch Außenstehende erreichen – und jetzt das!“ Es ist nachvollziehbar, dass erst einmal ein wenig Enttäuschung mitschwingt, wenn 80% der Gäste gute Bekannte sind. Keine Sorge – das ist ganz normal! Es gibt sogar Untersuchungen, die zeigen, dass erst nach vielen Angeboten Menschen kommen, die nicht im „Inner Circle“ der Gemeinde beheimatet sind.
Warum ist das so? Es muss sich zuerst einmal herumsprechen, dass das Angebot gut ist. Viele zögern, an Veranstaltungen einer Gemeinde teilzunehmen. Es gibt eine gewisse Schwellenangst. Wenn man aber von mehreren Seiten hört: „Da ist es richtig schön!“ oder persönlich eingeladen wurde, denkt man eher über den Besuch des Angebots nach. Bleibt also dran! Irgendwann werden Menschen ihren Nachbarn oder die Arbeitskollegin mitbringen und ihr erreicht neue Menschen
Das ist eine Frage, die oft von denen gestellt wird, die einen Kurs oder ein Gesprächsangebot besuchen. Die Vorbereitungsgruppe ist froh, das ganze Programm gut geplant und durchgeführt zu haben und dann kommt am letzten Abend die Frage: „Und was kommt danach?“ Es ist übrigens ein großes Kompliment, wenn Menschen Geschmack am Austausch über Glaubensfragen bekommen haben – ihr habt dann vieles richtig gemacht! Aber es bedeutet auch Verantwortung und es ist gut, diese Frage im Vorfeld zu bedenken.
Überlegt, was ihr denen, die Gott (neu) entdeckt oder Freude am Austausch über den Glauben gefunden haben, anbieten könnt. Das wird von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein. Vielleicht gibt es Hauskreise, die Neue aufnehmen. Oder eine/r gründet einen solchen Haus- oder Gesprächskreis. Vielleicht hat auch die Nachbargemeinde ein Angebot und ihr könnt etwas vermitteln. Einige Gemeinden machen zwei bis dreimal im Jahr ein Gesprächsangebot, zu dem sie einladen können. Und manchmal wollen die, die bisher Gast waren, beim nächsten Mal auch mit dabei sein und den Kurs aus anderer Perspektive erleben. Im besten Fall wird die Beantwortung der Frage: „Und was kommt danach?“ eure Gemeinde nachhaltig verändern.
Theologisches
Ein Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel und die Kirchengeschichte: Gott sucht Kontakt zu den Menschen. Gleich zu Beginn, im Garten Eden, plaudert er munter mit Adam und Eva. Er spricht mit Noah und Abraham und gibt den Prophet:innen Aufträge und Weisungen. Jesus seinerseits redet ganz viel mit den Menschen, denen er begegnet. Er lehrt seine Jünger:innen und unterhält sich mit Sünder:innen, Pharisäer:innen und Kindern.
Gott ist offenbar gern im Gespräch mit uns Menschen. Das heißt: Wenn wir ein Gesprächsangebot machen, nehmen wir uns Gott als Vorbild. Wir sprechen mit denen, die zu uns kommen, hören ihnen zu und erzählen ihnen von dem, was uns trägt. Wir fassen also den roten Faden irgendwo an, klinken uns ein in Gottes Erfahrungssschatz und in die Begegnungen, die durch ihn möglich wurden; und werden dadurch zu Menschen, die Jesus ähnlicher werden. Große Sache!
Schon eine ziemlich lange Zeit! Wir knüpfen an eine reiche Tradition an, zum Beispiel an das sogenannte „Katechumenat“ der Alten Kirche. Ein schwieriges Wort für eine einfache Sache: Damals wurden die, die sich taufen lassen wollten, ausführlich unterrichtet, zu manchen Zeiten drei Jahre lang! Dann gab es eine sorgfältige Prüfung, bevor die Katechumen:innen – oft in der Osternacht – getauft wurde.
Heute gehen viele in den Konfirmand:innenunterricht, den Religionsunterricht oder den Kindergottesdienst – trotzdem sagen viele ehrlich: „So ganz genau weiß ich immer noch nicht, worum es beim christlichen Glauben geht.“ Deshalb haben ganz unterschiedliche Anbieter neue Formate des „Katechumenats“ entwickelt.
Der Begriff „Mission“ ist für manche Menschen negativ besetzt: Bei ihnen kommen sofort Assoziationen von weißen Missionaren auf, die indigenen Völkern das Christentum aufzwingen oder mit dem Schwert auf einen Kreuzzug ziehen. Wie gut, dass sich das Missionsverständnis in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt hat!
Wir sehen Mission heute mit anderen Augen und definieren sie neu: „Wir erzählen von dem Guten, das wir selbst erfahren haben, und teilen es mit anderen. Zusammen mit ihnen begeben wir uns auf den Weg des Glaubens und entdecken Gottes Botschaft für uns.“ Wir sind uns dabei bewusst, dass Mission immer die Mission Gottes ist, die sogenannte „Missio Dei“, die wir nicht „machen“ können, sondern an der wir lediglich teilhaben. Sprich: Menschen können andere Menschen nicht zu Christus führen – das vermag allein Gott. Unser Part ist es, sie auf diesem Weg zu begleiten.
Dieses Missionsverständnis hat nichts mit „Überstülpen“ oder Zwang zu tun, sondern erkennt an, dass wir alle unterwegs sind, voneinander lernen und so die Botschaft von der Liebe Gottes immer tiefer begreifen und erfahren.[1]Dabei gibt es Menschen, die einen Wissens- oder Erfahrungsvorsprung haben und diesen großzügig mit anderen teilen – aber offen bleiben für das Wirken des Heiligen Geistes, der immer wieder neue Einsichten im Glauben schenkt – oft auch durch die, die erste Schritte mit Gott gehen und ihre Fragen und Einsichten einbringen.
[1] Wer mehr über dieses Missionsverständnis wissen will, dem sei der Artikel: „Ladet in eure Lerngemeinschaft ein. Was wirklich im „Missionsbefehl“ steckt“ empfohlen. Claudia Währisch-Oblau (Hg.), Mission – geht’s noch? (2024) Neukirchen-Vluyn
Viele fragen sich: „Kann ich das überhaupt – Gespräche über den Glauben anleiten? Sollte ich dafür nicht Theologie studiert haben?“ Antwort: Nein! Hatten die Jünger Jesu auch nicht. Und trotzdem haben sie die Welt verändert. Es geht bei solchen Kommunikationsangeboten gerade nicht um theologische Vorträge (und wenn, dann gehören sie zum Material), sondern darum, ins Gespräch zu kommen. Und dabei ist es überhaupt keine Schande, wenn man auch von seinen eigenen Zweifeln, Unsicherheiten und Fragen spricht. Im Gegenteil, gerade dadurch wird der Glaube lebendig.
Nebenbei: Wenn eine Gesprächsgruppe an einen Punkt kommt, an dem sie auf eine bestimmte Frage gerne mal eine Antwort aus wissenschaftlich-theologischer Perspektive hören möchte, kann sie ja jederzeit eine Fachfrau oder einen Fachmann dazu einladen. Aber ihr werdet merken: Eigentlich geht es immer darum, persönliche Eindrücke und Erfahrungen auszutauschen.
Manches funktioniert nach wie vor am besten über „Learning by doing“ – also, indem man es ausprobiert. Trotzdem fragen viele zurecht: Sollen wir bei einem Angebot, in dem es darum geht, über grundsätzliche Glaubens- und Lebensfragen ins Gespräch zu kommen, miteinander singen, beten oder segnen? Gute Frage. Und gar nicht so pauschal zu beantworten. Wir machen Mut: Macht Dinge dann, wenn sie für Eure Gäste nachvollziehbar sind und so praktiziert werden, dass man merkt „Ach, das ist Beten!“
Dabei gibt es natürlich auch viele kreative Ideen, wie man spirituelle Erfahrungen runterbrechen kann: Jede:r sagt mal dem Menschen, der links von ihm sitzt, etwas, das er ihm oder ihr für die nächste Woche wünscht. Schwupps: Das ist die Grundidee des Segens. Oder wir schreiben mal auf, wofür wir Gottes Hilfe gerne hätten. Und auf einmal wird daraus ein Gebet.
Wenn man ein Gesprächsangebot anfängt, steht dahinter vielfach die Hoffnung, dass man die Menschen, die jetzt kommen – vor allem die, die zum ersten Mal da sind – für die Gemeinde „gewinnen“ kann. Mit dem Ideal: Schon nach wenigen Wochen werden sie zum Gottesdienst kommen oder sich in irgendeiner Weise ehrenamtlich engagieren. Das geschieht auch. Immer wieder werden Menschen nach solchen Angeboten in der Gemeinde heimisch, und das ist schön und ein Grund, dankbar zu sein!
Aber es sollte nicht die alleinige Motivation für das Angebot sein. Denn die Bedürfnisse von Menschen sind sehr unterschiedlich. Nicht alle suchen Anschluss, nicht alle lieben den Gottesdienst so wie wir. Wie wäre es stattdessen mit diesem Bild: Der Glaubenskurs oder das Gesprächsangebot sind an sich schon „ganz Gemeinde“. In ihnen findet genau das statt, was Gemeinde ausmacht:
- Alle sind gemeinsam auf dem Weg des Glaubens unterwegs.
- In der Gemeinschaft und im Gespräch versuchen wir zu verstehen, was Gottes Botschaft an uns ist.
- Wir teilen das, was wir haben: unsere Erfahrungen und Gedanken, unseren Glauben und vielleicht auch Brot und Wein.
Wenn wir das anerkennen, ist kein Druck mehr da, Mitarbeitende zu gewinnen oder neue Gottesdienstbesucher:innen zu rekrutieren. Stattdessen können wir die Zeit, die wir als Gemeinde zusammen haben, genießen.
Das Drumherum
Es ist im Vorfeld eines Angebots immer gut, sich im Vorbereitungsteam über das Thema „Gastfreundschaft“ zu unterhalten. Was können wir tun, damit die Menschen sich bei uns wohlfühlen? Eine der großen Fragen ist dabei immer die nach dem Essen. Was ihr in welchem Rahmen anbietet, ist eine Entscheidung, die Ihr nach folgenden Kriterien treffen könnt:
- Wie lang soll der Abend dauern? Schaffen wir es, dem inhaltlichen Teil ein Abendessen „vorzuschalten“? Oder gehört es ohnehin zum Programm?
- Wie wichtig ist das Essen? Gerade im Blick auf bestimmte Zielgruppen (Singles, stark eingespannte Menschen, Verwitwete etc.) kann es Sinn machen, einen Fokus aufs gemeinsame Essen zu legen. In anderen Fällen ist es vielleicht nicht so wichtig und ihr stellt fest, dass alle ohnehin schon zu Hause gegessen haben.
- Welche Kapazitäten habt ihr als Gruppe? Überfordert Euch nicht! Seid lieber entspannte Gastgeber:innen mit Getränken und ein bisschen Knabberkram als gestresste mit 3-gängigem Menü.
Aber: Gastfreundschaft ist noch viel mehr als Essen und Trinken – es geht vor allem um Aufmerksamkeit für die, die kommen. Ganz wichtig ist deshalb, dass ihr Euch Zeit nehmt: zur persönlichen Begrüßung der Gäste, für ihre Fragen und Beiträge und für das persönliche Gespräch und die Verabschiedung am Ende. Manchmal kann es auch nicht schaden, sich den Ort, an dem das Treffen stattfindet, vorher in Ruhe anzuschauen: Sieht es hier so aus, dass Menschen sich wohl fühlen? Oder sollte noch mal aufgeräumt werden? Wollen wir ein paar Blumen in den Raum stellen oder jedem/jeder eine Kleinigkeit auf den Platz legen?
Die meisten denken bei kirchlichen Angeboten erst einmal ans Gemeindehaus oder die Kirche. Das ist gar nicht verkehrt – aber vielfach ist die Schwelle höher, dahin zu kommen als zu einem Ort, der mit Kirche erst mal nichts zu tun hat: Kneipe, Café, Bar, Dorfgemeinschaftshaus, Garten, Natur, Spielplatz, KiTa, Schule, Jugendclub, Küchentisch, … überall da, wo Menschen sich treffen und gern sind.
Andere dagegen genießen es sehr, wenn die Treffen in Privathäusern stattfinden, wo alles etwas persönlicher ist – und wo dann auch die wesentlichen Dinge für ein gemeinsames Essen gegeben sind. Insofern gilt: Schaut euch eure Zielgruppe an und überlegt, wo diese sich gern treffen würde – oder wo ihr selbst euch wohlfühlen würdet! Und manchmal lohnt es sich, „outside the box“ zu denken: Vielleicht kommen ja Leute gerade, wenn das Projekt an einem ungewöhnlichen Ort stattfindet.
„Toll – ein anderer macht’s“ so werden die Anfangsbuchstaben des Wortes TEAM gerne augenzwinkernd gedeutet; meist von denen, die sich dann zurücklehnen. Wenn ihr aber einen Glaubenskurs oder ein anderes Gesprächsangebot plant, ist es tatsächlich toll, wenn es ein Team gibt, in dem jede und jeder das macht, was er oder sie gut kann. Mehr noch: Ein Team ist unverzichtbar und zwar aus folgenden Gründen:
- Die Arbeit wird auf mehrere Schultern verteilt. Es muss sich nicht eine:r um alles kümmern: Werbung, Begrüßung, Snacks und Getränke, Impulse etc..
- Menschen können ihre jeweiligen Gaben einbringen: Der eine backt gern, die andere leitet gut und der dritte hat ein Händchen für Dekoration. Wie gut, wenn man Dinge, die man nicht gut kann oder nicht gern macht, anderen überlassen kann. Sachen, die niemand gern macht, müsst Ihr dann ausknobeln 😉
- Die, die zu Eurem Angebot kommen, spüren: Das ist hier keine One-Man (oder One-Woman) Show, sondern ein Gemeinschaftswerk. Und diese Haltung strahlt aus: Kirche oder Gemeinde – das bedeutet „Lebendige Gemeinschaft“. Gut, wenn man das sieht und spürt!
- Unterschiedliche Stile, Meinungen und Haltungen tragen zu einem offeneren Austausch bei. Wenn die Menschen, die euch erleben, merken, dass es nicht die eine Meinung zu einem Thema gibt, spüren sie, dass auch sie offen mit ihren Fragen und Zweifeln umgehen können.
Eins ist dabei ganz wichtig: Es muss gleichberechtigt zugehen. Ja, vielleicht hat die eine mehr theologische Expertise und der andere weiß genau, was es heißt, gastfreundlich zu sein. Team heißt dann aber nicht, dass einer von den Expert:innen das Sagen hat und die anderen nur „Erfüllungsgehilf:innen“ sind. Achtet auf ein Miteinander auf Augenhöhe!
Dass wir Werbung für Angebote machen müssen, ist keine Überraschung – Kirche lebt in Konkurrenz zu vielen anderen Anbietern. Setzt Euch im Team zusammen und überlegt, welche Werbung an Eurem Ort gut angenommen wird: Sind es noch die guten, alten Plakate? Wie sieht es mit Social Media aus – mit welcher Plattform erreicht ihr welche Zielgruppe? Lohnt es sich, in der Zeitung zu werben? Oder vielleicht sogar mal im Lokalradio?
Bei allen Überlegungen gilt: Die persönliche Einladung ist oft die mit der besten Wirkung. Nutzt euer Netzwerk, um Menschen anzusprechen!