Safer Spaces* sind Orte, an denen Menschen sich sicher fühlen können. Zu den Regeln eines „Safer Space“ gehört, dass man sich in einem geschützten Raum austauschen kann und dass keine verletzenden, diskriminierenden oder angstmachenden Äußerungen getätigt werden. All dies gilt auch für Glaubenskurse und andere Gesprächsangebote. Ein besonderer Fokus liegt hier auf Regeln wie: Jede und jeder kann sich ohne Angst vor Zurückweisung oder Abwertung einbringen.
Gerade wenn Menschen erste Schritte im Glauben gehen, ist es wichtig, dass sie alle Fragen stellen können, die sie haben. Und dass sie neue Rituale oder Ansichten erproben können, ohne Angst haben zu müssen, etwas Falsches zu sagen oder zu tun. Sätze wie: „Wer das nicht glaubt, ist hier nicht richtig!“ oder „Wir haben uns hier geeinigt, diese Dinge nicht in Frage zu stellen.“ verkennen den Sinn von offenen Gesprächsangeboten und Glaubenskursen und führen zu einer Atmosphäre der Abwertung einzelner.
*Wir benutzen den Begriff „Safer Spaces“ im Gegensatz zu „Safe Spaces“, um anzuerkennen, dass es keine komplett sicheren Räume gibt. Hier wird der Wunsch ausgedrückt, eine Atmosphäre höchstmöglicher Sicherheit zu schaffen, in dem Wissen, damit immer auf einem Weg zu sein.