Es ist im Vorfeld eines Angebots immer gut, sich im Vorbereitungsteam über das Thema „Gastfreundschaft“ zu unterhalten. Was können wir tun, damit die Menschen sich bei uns wohlfühlen? Eine der großen Fragen ist dabei immer die nach dem Essen. Was ihr in welchem Rahmen anbietet, ist eine Entscheidung, die Ihr nach folgenden Kriterien treffen könnt:
- Wie lang soll der Abend dauern? Schaffen wir es, dem inhaltlichen Teil ein Abendessen „vorzuschalten“? Oder gehört es ohnehin zum Programm?
- Wie wichtig ist das Essen? Gerade im Blick auf bestimmte Zielgruppen (Singles, stark eingespannte Menschen, Verwitwete etc.) kann es Sinn machen, einen Fokus aufs gemeinsame Essen zu legen. In anderen Fällen ist es vielleicht nicht so wichtig und ihr stellt fest, dass alle ohnehin schon zu Hause gegessen haben.
- Welche Kapazitäten habt ihr als Gruppe? Überfordert Euch nicht! Seid lieber entspannte Gastgeber:innen mit Getränken und ein bisschen Knabberkram als gestresste mit 3-gängigem Menü.
Aber: Gastfreundschaft ist noch viel mehr als Essen und Trinken – es geht vor allem um Aufmerksamkeit für die, die kommen. Ganz wichtig ist deshalb, dass ihr Euch Zeit nehmt: zur persönlichen Begrüßung der Gäste, für ihre Fragen und Beiträge und für das persönliche Gespräch und die Verabschiedung am Ende. Manchmal kann es auch nicht schaden, sich den Ort, an dem das Treffen stattfindet, vorher in Ruhe anzuschauen: Sieht es hier so aus, dass Menschen sich wohl fühlen? Oder sollte noch mal aufgeräumt werden? Wollen wir ein paar Blumen in den Raum stellen oder jedem/jeder eine Kleinigkeit auf den Platz legen?