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Warum glauben?

Basics
Vertiefung
Bibel
Kopf/Intellekt/Wissensvermittlung
Kreativität/Praktisches
Herz
Interaktion

1. Idee und Anliegen
„Warum glauben? – Vier Abende auf dem Weg zur Taufe oder Tauferneuerung“ ist der Titel des
vorliegenden Heftes. Diese Formulierung verzichtet bewusst auf Begriffe wie Kurs oder Seminar.
Das hat zwei Gründe: Zum einen gehören zu der erwarteten Zielgruppe (s.u.) Menschen, für die diese Begriffe eher negative Assoziationen erwecken, zum anderen können vier Abende als Einstieg in den Glauben nicht abgeschlossen sein. Deshalb wird der Begriff des „Weges“ verwendet. Eine Art Wegbegleitung für Menschen, die sich in ersten Schritten Glauben und Kirche annähern oder wieder annähern, möchten diese vier Abende sein.

Vier gute Gründe, an Gott zu glauben, werden in den vier Einheiten gemeinsam bedacht. Ich glaube, weil

  • der Glaube mir hilft, mit den Grenzen des Lebens umzugehen.
  • ich echt nur leben kann, wenn ich es im Gegenüber zum „Du“ mache – in Beziehung.
  • Liebe und Glück für mich wichtige Werte sind – und für Gott auch.
  • ich einen Grund und eine Mitte brauche, die mich tragen und halten kann – im Leben und im Sterben.

Methodisch wird sehr abwechslungsreich gearbeitet: Kurzvorträge, Film-Interviews, Meta-Plan-Technik, Bild-Betrachtungen und Gesprächseinheiten wechseln sich ab. Das vorliegende Material ist reichhaltig und soll als Anregung zur eigenen Gestaltung dienen.

„Warum glauben?“ versteht sich als Vorbereitung auf die Taufe oder eine Tauferneuerung, kann aber auch als kleiner Glaubenskurs in anderen Kontexten verwendet werden, denn es wird nicht das Thema „Taufe“ selbst verhandelt. Vielmehr wird an den vier Abenden die Grundlage des christlichen Glaubens erkundet. Deshalb werden neben den Themen eine Auswahl grundlegender Texte der Bibel und kirchlichen Tradition in die Einheiten einbezogen.

Kriterien

Typische Anzahl an Treffen
4-5 Termine
Typische Dauer pro Treffen
1-2 Stunden
Art der Durchführung
Gruppe (vor Ort)
Material für Gastgeber:innen
nur digital
Material für Teilnehmende
nur digital
Typische Kosten pro Durchführung
gering
Bedarf an Mitarbeitenden
wenige
Aufwand für die Durchführung
gering
Spezielle Zielgruppe(n)
Erwachsene, Jugendliche, Junge Erwachsene, Menschen, die getauft werden wollen
Sprache
Deutsch
Geeignet als Taufkurs
ja
Geeignet für Diakonische Einrichtungen
ja
Inklusiv/Barrierefrei
Geeignet ohne Gehfähigkeit (kein Stehen/Laufen erforderlich)
Geeignet mit eingeschränkter Beweglichkeit
Geeignet ohne Feinmotorik (kein Basteln, Schreiben)
Anpassbarkeit an Kontext
Ja (Rahmen & Inhalt)
Wer kann Gastgeber:in sein?
jede:r
Schulungen werden regelmäßig angeboten
nein

Typischer Ablauf

Methodisch wird sehr abwechslungsreich gearbeitet:

Kurzvorträge, Film-Interviews, Meta-Plan-Technik, Bild-Betrachtungen und Gesprächseinheiten wechseln sich ab. Das vorliegende Material ist reichhaltig und soll als Anregung zur eigenen Gestaltung dienen

Struktur & Themen

Themen und Ziele der Einheiten
Einheit 1: Grenzenlos glauben
Die Einheit  dient neben dem ersten Kennenlernen der Teilnehmenden vor allem dazu, eine erste
Brücke zu bauen vom eigenen Leben und Alltags-Erleben zum Thema Glauben. Die Teilnehmenden sollen „Glauben“ als Möglichkeit kennen lernen, um mit Grenzen und Begrenzungen im Leben konstruktiv umgehen zu können und so eine neue Sicht auf sich selbst, auf die Welt und auf Gott zu gewinnen.

Einheit 2: Beziehungsreich glauben

Die Teilnehmenden sollen die Bedeutsamkeit von Beziehungen für den Glauben bedenken und ihre
Gottesbilder im Austausch miteinander reflektieren. Die Teilnehmenden sollen anhand der Geschichte vom Vater und den beiden Söhnen aus Lukas 15 das Gottes- und Menschenbild der
Bibel im Beziehungs- und Begegnungsangebot der Liebe des Vaters
wahrnehmen. Dabei sollen eigene Eindrücke mit der biblischen Geschichte in einem kreativen Prozess
verknüpft werden.


Einheit 3: Verantwortungsvoll glauben

Die dritte Einheit dient dazu, die Teilnehmenden in den Zusammenhang von Zuspruch und Anspruch
des Glaubens hineinzunehmen. Dazu werden grundlegende Texte der Bibel und kirchlichen Tradition
betrachtet und ihre Lebensrelevanz wahrgenommen. Die Teilnehmenden sollen durch den überraschenden Ansatz bei den beiden christlichen Grundwerten „Glück“ und „Liebe“ hineingenommen werden in ein Denken, das den Glauben in das Leben hineinwirken lässt.

Einheit 4: Geleitet glauben

Die Teilnehmenden sollen in dieser vierten Einheit das Apostolische Glaubensbekenntnis als zentrale Urkunde des christlichen Glaubens kennen lernen; anhand des Labyrinth-Symbols einen Zugang zum Text aus Römer 6,3–4 über die Taufe erschließen, indem Sie den Gang des Labyrinthes für sich selbst als einen  Weg der Taufvorbereitung bzw. der Tauferinnerung und -erneuerung verstehen lernen;

Der den Kurs abschließende Gottesdienst kann entweder ein gemeinsames Taufangebot für die
Kursteilnehmenden sein oder als Gottesdienst in den jeweiligen Heimatgemeinden die Taufe vollziehen

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